Wer wir sindWas für uns nur nach einem Horrorszenario klingt, einer kaum vorstellbaren Tatsache, das ist für viele Menschen in Deutschland pure Realität. Wer sind diese Menschen und wie viele befinden sich in einer solchen Situation? Was kann man tun, wie kann man helfen?

Zunächst einmal handelt es sich nicht um eine homogene Gruppe von Menschen, die alle das gleiche Schicksal teilen. Es sind vielmehr ganz unterschiedliche Personengruppen, denen auch aus ganz unterschiedlichen Gründen der Zugang zu medizinischer Versorgung fehlt: Menschen ohne ausreichende finanzielle Möglichkeiten zum Abschluss einer Versicherung, die große Zahl an Obdachlosen und auch diejenigen Menschen, die aus anderen Staaten geflohen sind und hier als so genannte „Papierlose“ leben. Genaue Zahlen über die genannten Personengruppen in der BRD und speziell in Magdeburg bzw. Sachsen-Anhalt im Allgemeinen liegen nicht vor! Tatsache ist nur, dass es diese Menschen gibt und dass es dringend nötig ist, ihnen mit allen möglichen und legalen Mitteln den Zugang zu medizinischer Versorgung problemlos zu garantieren.

Nach dem Vorbild ähnlicher Projekte, unter anderem in Berlin und Mainz, haben einige Medizinstudenten der Universität Magdeburg gemeinsam mit Studentinnen im Fach Gesundheitsmanagement der FH Magdeburg-Stendal einen Verein ins Leben gerufen, der sich der Anliegen dieser Menschen annimmt und darüber hinaus Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit betreibt.
Das bedeutet konkret, dass in einer extra eingerichteten Sprechstunde in einem kurzen Gespräch die Krankengeschichte des Patienten erfragt wird und sich daran eine umgehende Weitervermittlung an einen niedergelassenen Facharzt anschließt. Diese Ärzte wissen genau über unsere Tätigkeit Bescheid, sie sind sozusagen Teil des Netzwerkes und haben sich im Voraus bereit erklärt, eine kostenfreie und anonyme Behandlung bei den übermittelten Patienten durchzuführen.
Unsere Arbeit folgt alsoceinem genau organisierten Algorithmus und soll eine schnelle und effektive Behandlung der Patienten gewährleisten. Durch die Zusammenarbeit mit anderen NGOs und Flüchtlingsverbänden incSachsen-Anhalt besteht auch die Möglichkeit die Leistungen voncDolmetschern in Anspruch zu nehmen, mit Patienten über Lösungen und Auswege aus der „Illegalität“ zu sprechen, sowie Ausstellungen und Veranstaltungen, z.B. zu den Themen „Migration“ und „Gastarbeiter in der ehemaligen DDR“, zu organisieren.
Der Medinetz Magdeburg e.V. umfasst bis jetzt eine aktive Mitgliederzahl von ungefähr 30 engagierten und teils auch mehrsprachigen StudentenInnen – doch das reicht noch nicht!

Auch Sie können helfen. Sie können helfen, indem Sie Sich aktiv engagieren: kontaktieren Sie uns, berichten Sie über uns, empfehlen Sie uns, spenden Sie und helfen Sie dabei mit, unsere Arbeit eines Tages überflüssig zu machen…

Ihr,
Medinetz Magdeburg e.V.